Missing People PDF Drucken E-Mail

Missing People - Die Macht der Erinnerung


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Im so genannten Balkankonflikt in den 1990er Jahren standen sich auch Serbien und Deutschland als Kriegsgegner gegenüber: Die Bomben auf Belgrad fanden ihren Weg zu den Zielen mit Hilfe deutscher Aufklärung. Was macht das aus uns, einer Generation, die in der festen Absicht angetreten ist, nie wieder Krieg zu führen? Gibt es doch den gerechten Krieg? Was ist Wahrheit, was ist Propaganda?

An diesem Abend geht es vor allem aber um die vermissten Menschen, die im Krieg in Serbien und Bosnien verschollen sind. Das Schicksal der Familien, in denen Menschen vermisst werden, ist besonders traumatisch, da sie keine Gewissheit haben, was mit ihren Lieben geschehen ist. Wir holen die Vermissten auf die Bühne und somit in das Bewusstsein zurück: Theater als Würdigung und Trauerarbeit zugleich.

Darauf aufbauend suchen wir Entsprechungen im eigenen Umfeld. Tabuthemen, Verbrechen, die nicht gesühnt wurden, Verstoßene aus Familien und Gesellschaft. Wir fanden in den eigenen Familien viele Dramen, über die nicht gesprochen wird. Hätten sie verhindert werden können? Wir geben Geschichten wieder. Persönlich Erlebtes, Erzähltes und Fiktives.

„Missing People - Die Macht der Erinnerung“ ist ein gemeinschaftliches Theaterprojekt vom DAH Theater Belgrad und dem Theaterlabor Bielefeld. Beide Theater bringen aus zwei eigenständigen Perspektiven ein sich ergänzendes Theaterereignis zusammen.


Termin: 1. Februar 2014


Eine Koproduktion mit dem DAH Teatar Belgrad. Gefördert aus dem Programm "Szenenwechsel" der Robert-Bosch-Stftung und des Internationalen Theaterinstituts.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 20. Februar 2015 um 10:55 Uhr