Schlachter-Tango PDF Drucken E-Mail

Schlachter-Tango

Ein Doku-Drama

Schauspiel

Theaterlabor Schlachter-Tango Foto Tom Dombrowski 075 HP 1301488615


Der Bielefelder Ludwig M. wird 1936 wegen Homosexualität von der Gestapo verhaftet. Als Jude überlebt er Buchenwald und Auschwitz. Nach dem Krieg muss er um die Anerkennung seiner Verfolgung als Jude kämpfen. In den 50er Jahren, am Rande der Legalität, eröffnet er das erste Schwulenlokal in Hannover.

In alptraumhaften und grotesken Bildern, mit dokumentarischen Texten und Geschichten, die den Zeitgeist jener Jahre widerspiegeln, entsteht das Bild eines Mannes, der sich seine Identität und Menschenwürde nicht nehmen lässt.


Konzept und Spiel:          Michael Grunert

Regie:                            Indira Heidemann, Michael Grunert

Dramaturgie und Text:    Sebastian Zarzutzki


Premiere:                        09. Dezember 2010


Aktuelle Termine

20.10.2015       19 Uhr    Freiherr-von-Stein-Schule Rösrath   480px-Messagebox info.svg
21.10.2015       20 Uhr    ACUD Theater Berlin                       480px-Messagebox info.svg

22.10.2015       20 Uhr    Neues Schauspiel Leipzig                 480px-Messagebox info.svg
24./25.10.2015 20 Uhr   Projekttheater Dresden                   480px-Messagebox info.svg

26.10.2015       20 Uhr    Der Kanal Berlin                              480px-Messagebox info.svg

Karten gibt es im VVK und an der Abendkasse bei den jeweiligen Veranstaltern. In Rösrath gibt es nur eine Abendkasse.                                      


Trailer zum Stück:

Trailer           


Pressestimmen:

"Es ist ein normales Leben, das Ludwig M. führt. Mit Höhen und Tiefen, mit Pflichten gegenüber der Familie, die eine Großschlachterei in Bielefeld betreibt. Mit häufigen Ortswechseln, wenn ihm das überschaubare Leben zu eng wird. Ein Leben - so normal, wie es eben für einen Juden und Homosexuellen in den 30er Jahren noch sein kann. Schauspieler Michael Grunert bringt mit seinem Solostück 'Schlachter-Tango' eine gewöhnliche und doch in ihrer Tragik einmalige Lebensgeschichte auf die Bühne." (Heike Krüger in der Neuen Westfälischen am 11. Dezember 2010)

 

"Grunert beweist Wandlungsfähigkeit und rezitatorisches Geschick. ... Ein mutiges Solo." (Neue Westfälische, 11.12.2010)


"Das Einpersonen-Dokudrama ist eine Würdigung Ludwig Meyers und zugleich eine Anklage der nach wie vor bigotten Verhältnisse in der Bundesrepublik." (Neue Westfälische, 16.01.2012)


"Michael Grunert lässt die Wahrheit in der Rolle wirken. Kein Zeigefinger, aber eine Zärtlichkeit für ein freies und selbst bestimmtes Leben. Die Zuschauer sind gebannt. Der Applaus kommt nach einer Schrecksekunde. Er hat etwas Erlösendes. Theater, das berührt. Nähe, der man sich nicht entziehen will." (Christiane Gerner im Haller Kreisblatt am 05. März 2014)


Gästebucheintrag:

Hallo lieber Michael Grunert,

habe soeben deine Aufführung des 'Schlachter-Tango' in der Uni gesehen.
Ich habe selten ein so beeindruckendes, nuanciert verfasstes und gespieltes Einpersonenwerk erlebt wie dieses. Und das bei dem außerordentlich schwierigen Thema. Es wurde nie banal, denunzierend oder belehrend. Es bewahrte trotz aller Nähe stets eine dokumentarische Distanz. Diese Balance gehalten zu haben, ist das Verdienst deiner Schauspielkunst. Mein uneingeschränktes Kompliment!


Mit besten Grüßen und herzlichem Dank für die Aufführung,

Walter Blohm