flausen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Siegmar   
Freitag, den 11. Juli 2014 um 08:21 Uhr

flausen - young artists in residence

„flausen – young artists in residence“ gibt jungen talentierten professionellen Nachwuchskünstlern und Nachwuchskünstlerinnen die einzigartige Möglichkeit, mit Hilfe von Mentoren und dramaturgischer Begleitung an aktuellen, gesellschaftlich höchst relevanten Themen sowie ästhetischen neuen Formen zu forschen.

Weiteres zu flausen


Residenz 2015

“Kosa La Vita - Revision“ ist die zweite Phase eines musikalisch-dokumentarisches Forschungsprojektes zum Stuttgarter FDLR-Kriegsverbrecherprozess. Das in Hannover beheimatete Ensemble für zeitgenössische Musik „Quartett PLUS 1“ stellt sich gemeinsam mit den Darstellern des „Flinntheater“ folgenden Fragen: Wie kann die Meinungsbildung des Publikums durch einen Perspektivwechsel manipuliert, revidiert und in den Verlauf einer Aufführung integriert werden? Eine intensivierte Zusammenarbeit mit dem Komponisten an sprachlich-musikalischen Übersetzungsprozessen soll zu einer dichteren Verzahnung von Musik und Szene führen.

 

Hintergrund
Der Prozess am Oberlandesgericht Stuttgart ist ein Präzedenzfall, der schon jetzt Rechtsgeschichte schreibt: Zum ersten Mal kommt das Völkerstrafgesetzbuch in Deutschland zur Anwendung. Gleichzeitig stoßen im Verlauf der Verhandlungen alle
Beteiligten an ihre Grenzen. Die deutsche Justiz ist dem Anspruch einer globalen Rechtsprechung offensichtlich nicht gewachsen. Wir möchten in dieser Residenz den komplexen Prozess und seinen möglichen Ausgang, die Konsequenzen aus dem Urteil und deren globale Realität musiktheatralisch aufarbeiten, um ein aktuelles politisches Musiktheater zu schaffen und so Diskussionsräume zu öffnen.

KOSA LA VITA-1

 

In einer zweiwöchigen Residenz ist vom 27. Juli bis 08. August das Ensemble Quartett PLUS 1 gemeinsam mit Darstellern des Flinntheater in Bielefeld zu Gast. Am 06. August werden die Ergebnisse des Arbeitsprozesses in Form eines „Making of“ präsentiert. Am 07. August wird eine halbstündige Werkstattaufführung mit anschließendem Publikumsgespräch erfolgen.

 

Zeitplan

27. Juli                     Anreise Ensemble, Beginn Forschungsresidenz

6. August, 19:00 Uhr Making Of (öffentliche Präsentation der Ergebnisse)

7. August, 19:00 Uhr öffentliche Werkstattaufführung

8. August                  Abreise Ensemble

 

Der Eintritt ist frei zum „Making Of“ ist frei, für die Werkstattaufführung wird ein Eintrittspreis von 10 EUR erhoben.

Die Bielefelder Residenz wird ermöglicht durch die Kunststiftung NRW. Die Werkstattaufführung wurde aus Mittel der Hanns-Bisegger-Stiftung finanziert.




Auschreibung 2016

Noch verlängert bis zum 15.03.2015 können sich professionelle junge Künstler*innen des darstellenden Bereichs über das theater wrede + Oldenburg um eines von 6 vierwöchigen Forschungsstipendien im Jahr 2016 bewerben.

Das Bewerbungsformular steht auf der Website www.theaterwrede.de unter der Rubrik flausen zum Download bereit.

Das theater wrede + Oldenburg gibt folgende Hinweise zu den Bewerbungen und zu den Voraussetzungen einer Auswahl durch die Jury:

Anwesenheit
Bitte seht nicht von einer Bewerbung ab, weil ihr einzelne anderweitige Auftritte / Beschäftigungen eventuell auch während einer Residenzphase nicht ausschließen könnt. Dies ist zunächst kein Ausschlusskriterium für die Jury.

Mehr Personen / Über 35 Jahre

Wenn es das Projekt erfordert, ist auch die geplante Beteiligung von mehr als 4 Künstler*innen kein Ausschlusskriterium und grundsätzlich möglich. Ebenso ist die Beteiligung von Künstler*innen über 35 Jahren grundsätzlich möglich, handelt es sich um eine feste Konstellation oder verlangt es beispielsweise das Projekt, ist auch dies kein Ausschlusskriterium bei flausen.

Wie oft kann man sich bei flausen bewerben?
Dieselbe Idee?
Jeder kann sich auch mit derselben Idee erneut bei flausen bewerben. Auch wenn ihr bereits zum Final Choice eingeladen wurdet, ist dies kein Grund die Idee niederzulegen. Überarbeitet eure Bewerbung bei Bedarf, aber bewerbt euch gerne erneut auch in derselben Konstellation und mit derselben Idee.
Bereits flausen-Stipendiat*in gewesen?
An alle, die bereits ein Stipendium bei flausen durchlaufen haben und sich erneut in derselben oder veränderten Konstellation mit einem neuen Projekt bewerben möchten: Es ist ausdrücklich kein Grund für einen Ausschluss durch die Jury, wenn sich eine ganze Gruppe in derselben Konstellation oder einzelne Künstler*innen, die bereits Stipendiat*innen waren, erneut bewerben.

Bitte beachtet außerdem, dass für den Bewerbungsschluss am 01. März 2015 das Datum des Posteingangs gilt (nicht der Postempel)!

Auch bei weiteren Fragen zur Bewerbung sind wir gern für euch da. Einfach schreiben an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder anrufen unter 0441 957 20 22!



Residenz 2014

 

Das vom Oldenburger „theater wrede +“ initiierte Residenzprojekt fand 2014 erstmals auch in Nordrhein-Westfalen statt. Partnertheater in NRW war – neben dem Freien Werkstattheater Köln und dem Theater im Ballsaal Bonn – das Theaterlabor Bielefeld.

In einer vierwöchigen Residenz, also einem Arbeitsaufenthalt ohne Produktionsdruck, war vom 19. Juli bis 19. August das nö theater aus Köln in Bielefeld zu Gast. Abschließend wurden die Ergebnisse des Arbeitsprozesses in Form eines „Making of“ präsentiert.

nö theater Köln "Ach, sind wir politisch!"

Bei unserer Forschungsarbeit handelt es sich um Reflexion unserer bisherigen Arbeit und der Auseinandersetzung mit dem Sinn und der Wirkung von politischem Theater. Wir haben in den letzten Jahren mehrere politische, dokumentarische Stücke entwickelt, so zum Beispiel über den gewaltsamen Tod des Asylsuchenden Oury Jalloh und über die Morde des NSU und die Verwicklungen des Verfassungsschutzes, dabei sind wir immer wieder mit den gleichen Problematiken konfrontiert worden. Was passiert nach dem Abschluss einer Inszenierung? Wie können wir damit umgehen, dass die Zeit uns überholt und die Stücke relativ schnell an Aktualität verlieren? Wie ist damit umzugehen Theater über lebende Menschen zu machen? Ist das Theater der richtige Ort um Menschen zu informieren bzw. aufzuklären? Wie werden wir instrumentalisiert?

Diesen Fragen wollen wir uns stellen und versuchen darauf theatrale Antworten zu finden. Gleichzeitig werden wir uns mit der Geschichte von politischem Theater befassen und damit welche Antworten andere Gruppen bzw. KünstlerInnen gefunden haben. Unser Ziel ist es eine für uns sinnvolle Form von politischem Theater für die Zukunft zu finden.

Termin           18. August 2014, 19:00 Uhr

Die flausen-Residenz 2014 in Bielefeld wird gefördert von der Kunststiftung NRW und dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport. In Niedersachsen wird flausen – young artists in residence gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Stiftung Niedersachsen, die EWE Stiftung und die Stadt Oldenburg.

Noch mehr "flausen".


Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 15. Juli 2015 um 11:56 Uhr